Mit den Zugvögeln...dem Winter entfliehen, dem Sommer entgegen

04Februar
2014

Eine Reise endet immer- die Erinnerung an diese Zeit wird nie zu Ende gehen

 

Nun sind wir seit etwa einer Woche wieder zurück in Deutschland und ich habe begonnen mich langsam wieder etwas an alles hier zu gewöhnen…

Wirklich alles ist einfach anders hier, als wir es die letzten vier Monate erleben durften: von den Menschen, die einen umgaben und die Atmosphäre prägten, über das Essen, das Klima, die andere Zeitzone, bis hin zum generellen Lebensstandard.

Stets wurde unsere Reise geprägt von Gegensätzen: zu aller erst war da das Waisenhaus in Mae Sot, ein völliger Gegensatz zu unseren Verhältnissen hier. Einen Monat lebten wir eng zusammen mit allen Kindern, den Volunteers und der Familie, unter einfachsten Bedingungen. Obgleich es ein paar Tage dauerte bis wir uns an unser Bett, die vielen Tiere, die um den Essenstisch sprangen, das Badezimmer und die Hygiene gewöhnt hatten, merkten wir sehr schnell, dass es uns an nichts fehlte. Bei so vielen Kindern, die den ganzen Tag um einen herumspringen, gerät alles Unwichtige in den Hintergrund und man möchte den Kleinen einfach nur Liebe schenken. Denn so viel Liebe und Aufmerksamkeit kann eine Mutter neun kleinen Kindern meiner Meinung nach alleine nur sehr schwer dauerhaft geben und ich bin froh, dass sich Sabine dazu entschlossen hat uns Volunteers eine Chance zu geben sie zu unterstützen und dabei selber so viel über ihre Familie und das Leben in Thailand erfahren und lernen zu dürfen.

Für mich war die Zeit im Waisenhaus wohl die einschneidenste- und bedeutendste Zeit, weil ich die Kinder einfach unglaublich in mein Herz geschlossen habe. Doch auch die Erfahrungen, die wir während unserer Zeit in der Schule sammelten, gaben mir einen unglaublich guten Einblick in den Schulalltag und ich bin froh, dass ich den Lehrern einen kleinen Teil in der ersten Klasse abnehmen konnte. 

Auch hier stießen wir auf einen sehr großen Gegensatz. Wenn man sich die Kinder aus dem Waisenhaus und die aus der Schule in Bangkok anschaut, sieht man deutlich wie sich der Unterschied von arm zu reich auf das Leben auswirken kann. Man merkt wie unglaublich selbständig die Waisenkinder im Vergleich zu den Schulkindern sind. Selber Wäsche waschen, einen Dienst im Haushalt übernehmen und gegenseitig für sich zu sorgen wird ihnen von kleinst auf mitgegeben und verleiht den Kindern aus Mae Sot eine unglaubliche Eigenständigkeit, die die Schulkinder hauptsächlich in keinster Weise besaßen.

Ich gewöhnte mich schnell an den strukturierten Schulalltag, so verflog die Zeit nur so und plötzlich hieß es schon: Aufbruch in den Süden! Auch die Kinder aus meiner Klasse habe ich in diesen sechs Wochen sehr in mein Herz geschlossen und werde einige der kleinen Persönlichkeiten noch lange in Erinnerung behalten.

 Den geregelten Tagesablauf der Schule ließen wir nun hinter uns und genossen es für drei Wochen die Strände und Inseln Thailands zu erkunden. Eine vollkommen andere Landschaft als die des Nordens empfing uns mit wunderschönem türkisenem Meer. Doch ich kann für mich sagen, dass drei Wochen mir ausreichten um sagen zu können, den Süden Thailands nun zu kennen. Es war eine wunderbare Zeit in der wir zu dritt, mit Kai, jenen Teil Thailands erkundeten , doch ich habe gemerkt, dass ich glücklich bin, den größten Teil unserer Reise mit Volunteerarbeit zu verbringen. Man bekommt so, meiner Meinung nach, einfach einen viel besseren Eindruck vom tatsächlichen Leben in einem anderen Land und findet seinen Platz für eine kurze oder auch längere Zeit in diesem Land.  Die Kultur und den Alltag kann man als „Tourist“  glaub ich nur schwer richtig kennenlernen.

Ich bin unglaublich froh, dass ich, zusammen mit Henriette, einen Einblick in eine uns zuvor so ferne Kultur bekommen konnte. Auch wenn es genau diese Fremde war, die einen manches Mal sehr viel Kraft kostete, bin ich dankbar für jede Erfahrung und jedes Erlebnis, das ich machen durfte. Die erlebten Situationen, seien es gute- oder auch nicht so schöne Momente, haben mich als Person wachsen lassen und mir deutlich gemacht, wie riesig- und dadurch unterschiedlich unsere Welt an verschiedenen Orten ist- und auch sein muss. Ich habe realisiert, dass es nicht überall gleich einfach sein kann, aber das man auch unter für uns so fremden- und deshalb schwierigeren Umständen ein unglaublich glückliches und erfülltes Leben führen kann.

Ich habe innerhalb dieser vier Monate eine unglaubliche Lust bekommen, mehr von der Welt zu sehen, um neue Einblicke in fremde Kulturen zu bekommen.

03Februar
2014

Resumé: Reisen - Voller Erwartung und Vorfreude, interessiert und mutig entdeckt, abschließend reich an neuen Erfahrungen und Erkenntnissen

Die Reise ist nun beendet.

Vier Monate in Thailand - gefüllt mit freudigen und erschreckenden Erlebnissen, guten und schlechten Erfahrungen, sowie zahlreichen Eindrücken aus einem neu kennengelernten Land - sind nun beendet.

Jetzt gleich einen Rückblick zu schreiben, fällt mir noch schwer, denn ganz zu Hause ist man noch nicht angekommen und dieser Reiseabschnitt unseres Lebens muss vermutlich noch lange verarbeitet werden...

Begonnen hat die Reise im Norden Thailands im Waisenhaus. Hier hatten wir Einblick in den Lebensstil burmesischer Einwohner Thailands. Nach westlichem Standard zu urteilen, waren es sehr ärmliche Verhältnisse. Doch schnell erlebten wir, wie ausreichend es ist und wie gut man auch mit viel weniger auskommt. Es war ein wunderbares Gefühl die Liebe und Zuneigung der Kinder zu spüren und ihnen diese zurückzugeben. In dieser Zeit fühlte man sich in das warme Familienleben dieses Waisenhauses total aufgenommen und ich hatte bisher selten das Gefühl, so gerne an einer Sache mitzuwirken und zu helfen, wie hier in Mae Sot. Um dies auch weiterhin zu tun, werde ich eine Patenschaft aufbauen. Ich finde es absolut ansehenswert, mit welchem Engagement die Leiterin dieser Einrichtung, Sabine, den Kindern ein glückliches Aufwachsen sichert.

Der Kontrast zur Schularbeit in Bangkok zeigte dann, wie enorm die Unterschiede zu arm und reich sein können und wie diese unterschiedlichen Verhältnisse die Charaktere formen können. Während ich im Waisenhaus ständig neue Eindrücke oder neue Erzählungen Sabines von ihren bisherigen Erlebnissen mit der Kultur und politischen Unruhen an der Grenze Thailand-Myanmar verarbeitete, war es für mich in Bangkok eher ein beinahe monotones Arbeitsleben, was einen nicht groß forderte, jedoch mit Ausflügen am Wochenende aufgefrischt wurde.

Der "Urlaub" im Süden bedeutete wieder Reiselust zu entwickeln, denn es ging schließlich von einer Insel zur anderen. Wir haben sehr viel gesehen und erlebt - von der Besteigung von Bergen bis hin zur Erkundung der Unterwasserwelt. Weihnachten und Silvester auf einem fremden Kontinent zu verbringen war ein tolles Erlebnis und eine gute Erfahrung, doch es ist auf keinen Fall mit dem Beisammensein der Familie zu Hause zu vergleichen.

Als es nun zum letzten Abschnitt der Reise wieder zurück gen Norden ging, war mir klar, dass der Norden Thailands mir am Besten gefällt. Das Dschungelgebirge, in dem sich kleinste Bergdörfer und so viele verschiedenen ethnische Minderheiten angesiedelt haben, hat mich am meisten fasziniert. Der Süden dagegen ist sehr vom Tourismus geprägt.

In der New Life Foundation konnte man durch das entspannte Communityleben mit Yoga und Meditation noch einmal gut zur Ruhe kommen und es blieb einem viel Zeit, um über Vergangenes und Zukünftiges nachzudenken.

Der letzte Abstecher in Mae Sot um die Kinder im Waisenhaus noch einmal zu besuchen, zeigte mir, wie sehr ich diese Einrichtung und das Dorf herum lieben gelernt habe.

Abschließend war es eine grandiose Zeit, gemeinsam mit Luisa vier Monate von der obersten zur untersten Grenze, Thailand zu erkunden, und an den Erfahrungen werde ich sicher noch lebenslang zehren...

29Januar
2014

Abschiede sind Tore in neue Welten

Für sechs Tage haben wir nun den Waisenhauskindern nocheinmal einen Besuch abgestattet.
Als wir übers Feld den Hintereingang zum Haus nahmen, kündigten die Hunde uns schon von weitem mit lautem Bellen an. Rechtzeitig zum Abendessen setzten wir uns sogleich zu den anderen Volunteers und Sabine an den Tisch. Wir verbrachten die Woche mit einer weiteren Deutschen und zwei Französinnen. Nachdem wir aufgegessen hatten, lugten bereits die ersten Kinder aufgeregt hinter der Ecke hervor. Als die anfängliche Scheu sich gelegt hatte, schlichen sie sich langsam an uns heran, bis sie auf unseren Schoß sprangen.
Solche Freude in den Gesichtern der Kinder zu sehen stimmte uns glücklich.
Neben dem täglichen Achten auf die Kinder, dem Tiere füttern und Aufräumen des Hauses, beendeten wir in dieser Woche zwei Mauern um einen Entenkäfig, bestrichen das ausgetrocknete Wa sserbecken der Enten mit einer Zementmischung und bauten zwei Holztüren.
In den vier Monaten nach unserer Abreise im Waisenhaus bis jetzt zur Wiederankunft ist eine Menge passiert bzw. es ist viel Neues entstanden. Die größten Veränderungen sind der Pool und eine Steinmauer rund ums Haus, wozu einige von euch einen Teil durch die Spenden beigetragen haben.
Wir haben die letzte Woche sehr genossen und können uns keinen intensiveren Abschluss als im Waisenhaus vorstellen.
Vor allem ist hier der Unterschied zwischen der südostasiatischen Lebensweise und der westlichen Welt wohl am größten, denn wir lebten hier in einer typisch burmesischen Familie. Die unterschiedlichen Lebensstandards prallten hier wohl am krassesten aufeinander, während unserer gesamten Reise.
Durch diese Zeit haben wir gelernt, für uns in der westlichen Welt so selbstverständliche Dinge viel mehr Wert zu schätzen und aus einer ganz anderen Distanz eigene Werte zu betrachten.
Unsere Thailandreise hat mit der Zeit im Waisenhaus begonnen und wir haben sie damit auch wieder enden lassen und finden so, dass sich nun ein Kreis geschlossen hat.
Am Flughafen Frankfurt sitzend, freuen wir uns nun auf eine warme Dusche und eine Matratze, die hoffentlich ein durchgängiges Schlafen erlaubt.
Die neue Mauer rings um das Grundstück Der neue Pool Wiedersehensfreude...
Beim Spielen auf dem Feld...
Feuer und heißer Tee bei 8 Grad Celsius am Morgen...

19Januar
2014

All of us can gain freedom from suffering through mindfulness and friendship

Da erst am Montag unser erster Arbeitstag in der New Life Foundation war, sind wir für zwei Nächte in Chiang Mai geblieben, um eine weitere Stadt im Norden zu erkunden.Die 30-stündige Reise vom unteren Ende Thailands, bis an die nördliche Grenze hatte uns doch sehr geschafft, und so gingen wir den nächsten Tag sehr bedächtig an. Zwar ist auch Chiang Mai eine sehr touristische Gegend, doch auf dem Markt, welchen wir besuchten, war es doch, im Gegensatz zum Süden, sehr angenehm ruhig und man konnte viele lokale Produkte und Vorgänge der Einheimischen beobachten. Ein großer Unterschied zum Süden ist auch das Klima. Hier braucht man am Morgen und am Abend tatsächlich ein Fleece und einen dicken Schal, denn nachts werden es schon um die 15 Grad, was für uns, nach drei Monaten Sonnenschein und ständiger Hitze, ungewöhnlich kalt ist! :)

Auf dem riesigen Nachtmarkt, der auf mehreren Straßen durch das Aufbauen von verschiedensten Ständen jeden Sonntag entsteht, bemerkten wir, dass die Märkte doch eins der schönsten Ereignisse Thailands sind.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann nach Chiang Rai. Hier wohnen wir nun für insgesamt zwei Wochen in einer "mindful community". Es ist eine Art Rehabilitationscenter aller Art von Stress- und Abhängigkeitsproblemen, indem wir als Freiwillige arbeiten. Der Tag beginnt mit einer Yogastunde im Kerzenschein um 6 Uhr. Danach folgt ein schweigendes Frühstück und bei einem gemeinsamen Morgenmeeting, welches stets mit einer kurzen Meditationseinheit begonnen- und auch abgeschlossen wird, werden dann alle Aufgaben verteilt. Es gibt verschiedene Arbeitsbereiche: Küchendienst, Feldarbeit auf den zahlreichen Feldern (außer Fleisch wird alles aus eigenem Anbau verzehrt), Ernten, Recycling, Lehmhausbau, die Anlage fegen. Neben der Arbeit werden verschiedene Workshops angeboten, wie z. B. Feldenkrais oder andere Bewegungstechniken. Die Bewohner erhalten außerdem Lifecoachingstunden.

Das Leben in einer Community ist schon gewöhnungsbedürftig, doch wir sehen es als sehr gute Erfahrung, genießen die Yogastunden und hatten schon eine Einführung in die Meditation und in den Feldenkrais. Sowohl die Freiwilligen als auch die Bewohner ("Residents") sind alle sehr offen, freundlich und wollen einem als Neue stets helfen. Man führt viele interessante Gespräche und erfährt dabei schon manch erschreckende Lebensgeschichte. Doch es ist schön zu hören, wenn jemand die Gemeinschaft verlässt und zum Abschied von seinen meist erfolgten Heilungsprozess stolz berichten kann. Die Dankbarkeit, dass es solch einen wunderbaren Ort gibt, an dem die Menschen neuen Lebensmut- und Freude fassen können, ist in diesen Momenten besonders präsent.

Die Philosophie New Life's ist, wie in der Überschrift schon zitiert, dass Achtsamkeit einem alles vorhandene vor Augen führe, auch wenn es schwer sei. Weiter heißt es, dass man sein Leben genießen solle, statt davor zu fliehen oder über ein Besseres zu fantasieren. Dadurch das man im Jetzt sei, fange man an seine Probleme zu lösen.

An unserem ersten Wochenede in New Life haben wir mit einer kleinen Gruppe von Residents und Volunteers einen Ausflug zu dem weißen- sowie dem schwarzen Tempel und einem Wasserfall gemacht. Zuerst ging es im Songthaew (eine Art Taxi) zum weißen Tempel, wo uns ein funkelnder, strahlend weißer  Wat entgegenleuchtete. Er spiegelte sich dazu noch im Wasser, sodass man die Augen zusammenkneifen musste, weil man so geblendet wurde.

Im Innern durfte man leider keine Fotos machen, aber wie bei jedem Tempel empfing uns auch hier eine Buddhastatue. An den Eingangswänden ist ein riesiges, modernes Wandgemälde zu betrachten, welches die dunklen Seiten unserer Welt darstellt, wie z.B. den 11. September, die Sucht nach Erdöl, Alkohol und Markenwaren, sowie die Macht der Waffen. Doch zwischendrin tauchen immer wieder Zeichen des Buddhismus auf, die dem Betrachter ein Gefühl von Sicherheit in der heutigen Welt geben sollen.

Zwischen all den typischen Tempeln mal eine willkommene Abwechslung. :)

Weiter ging es zum schwarzen Tempel, welcher mit einer sehr mysthischen Art aufwartete. Es ist ein Projekt eines Künstlers, der in einer Parkanlage in schwarz gehaltene Skulpturen und Holzhäuser mit zahlreichen Schnitzereien in Form von Thai-Tempeln aufgebaut hat. In den Räumen kann man Sammlungen von Häuten, Fellen, Skeletten, Schädeln, Geweihen und Hörnern betrachten, die uns manchmal schaudern ließen. Besonders beeindruckend waren die riesigen Schlangenhäute, die mittig über eine lange Tafel ausgebreitet lagen. Der mächtige Kopf eines jeden Tieres rundete die abstoßende Erscheinung förmlich ab.

Anschließend ging es zum Wasserfall, der dieses Mal, im Gegensatz zum ernüchternden Ergebnis des Wasserfalls auf Ko Samui, eine recht imposante Erscheinung darbot. Nach einem etwa 2 km langen Marsch durch den feuchten- und deshalb recht kühlen Dschungel, erreichten wir unser Ziel. Ein kalter, nasser Wind empfing uns am Fuße des herabstürzenden Wassers und so waren wir nach fünf Minuten schon vollkommen durchnässt, ohne einen Fuß in das Becken gesetzt zu haben. Da wir also schon durch das bloße Betrachten Gänsehaut bekamen, entschlossen wir uns etwas weiter oben, wo man keinen Wasserfallregen mehr abbekam, auf die planschenden Volunteers und Residents zu warten. Nach dieser kleinen Erfrischung machten wir uns zügig auf den Rückweg, ließen uns von der Sonne etwas aufwärmen und trocknen und dann ging es auch schon wieder zurück nach New Life.

Durch diesen Ausflug haben wir die Leute hier etwas näher kennengelernt und es ist schön zu sehen, welch gute Stimmung hier herrscht, obwohl die meisten ja in dieser Einrichtung sind, weil es ihnen nicht so gut geht oder sie mit ihrem Leben unzufrieden sind - sei es durch einen traumatischen Vorfall oder ein Abhängigkeitsproblem. Aber dieses Gemeinschaftsgefühl, dass sie mit jedem über ihre Probleme reden können und diese ruhige, bedächtige Atmosphäre macht wahrscheinlich, neben den Lifecoaching Stunden, viel aus in ihrem Heilungsprozess.

Wir haben die zwei Wochen hier sehr genossen und haben das Gefühl nochmal richtig zur Ruhe gekommen zu sein.

Man hat viel Zeit über Vergangenes nachzudenken und neue Ansätze für die Zukunft zu formen. Und da wir dem Ende der Reise nun immer näher kommen, ist es für uns eine wunderbare Gelegenheit alles Geschehene und Erlebte in den ruhigen und stillen Momenten hier zu verarbeiten bzw. sich dessen bewusst zu werden.

Morgen bricht die letzte Woche an, in der es zum Abschied noch einmal zum Waisenhaus geht... Wir freuen uns sehr alle Kinder dort wiederzusehen! Da es dort ja kein Internet gibt, wissen wir noch nicht, wann der nächste Eintrag kommen wird. Vielleicht vom Flughafen in Bangkok aus... :)

Markt in Chiang Mai Im Tuk-Tuk gehts zurück zum Hostel Nachtmarkt... ...mit Ständen von Bergvölkern Auf dem Weg zu New Life Die Anlage New Life's... Die Forest Hall für Meditation, Filme und Vorträge Der hauseigene See mit kleiner Insel Die morgendliche Yogastunde bei Eiseskälte, Nebel und Kerzenschein Der Pool im Hintergrund das Gebäude mit den Zimmern Die Dining Hall Der Schwarze Tempel Der Weiße Tempel Auf dem Weg zum Wasserfall

07Januar
2014

Fotos von Koh Phi Phi...

Aussicht auf die sichelförmigen Buchten vom Viewpoint Strand bei Ebbe Silvester am Strand Im Laufe des Abends... :) Neujahr 2014! Schnorchelausflug mit dem Longtailboot Am Mayabeach angekommen... Leider bei Ebbe Ausblick aus unserem Hostelzimmer Kai fährt von dannen... IN Bangkok angekommen warten wir auf den Zug nach Chiang Mai

06Januar
2014

Auf jedes Ende folgt ein neuer Anfang

Um auf unsere letzte gemeinsame Station im Süden zu gelangen - Ko Phi Phi -, stand uns eine nervenzehrende Anreise bevor.

Während Kai einen Zwischenstopp in Phuket einlegte, wollten wir direkt von Khao Lak nach Ko Phi Phi. Kaum sind die zwei Mädels wieder alleine unterwegs, klappt alles nicht mehr so ganz wie es sein sollte... Wir warteten vergeblich an unserem Hotel auf den angekündigten Pick-up Service und nach etwa 30 Minuten hielt ein alter Minivan am Straßenrand. Obgleich wir nach ein paar MInuten wussten, dass es sich bei diesem Bus nicht um einen unseres Unternehmens handelte, wurde unser Gepäck im Wagen verstaut und mit einem Kopfnicken forderte der Fahrer uns auf im Bus Platz zu nehmen. Er tätigte einige Anrufe, blickte dabei immer wieder auf unser Ticket und auf unsere Frage ob er uns zum Pier bringen würde, antwortete er jedes Mal leicht hektisch: "wait, wait, wait...!" Da alle Zusteigenden ebenfalls zum Pier wollten, versuchten wir uns, trotz der äußerst bergigen Fahrt zu entspannen. Nicht allen Mitfahrenden gelang dies und so legten wir eine Rast für einen flauen Mädchenmagen ein :)

Wir gelangten zu einer der hier so typischen Verteilerstationen, an denen alle Reisende zu ihren Zielorten aufgeteilt werden. Man wird mit einem Sticker versehen und wartet in der kleinen, offenen Halle, bis das eigene Reiseziel leiernd - ja fast leidend und laut stark aufgerufen wird. Ein logistisches Wunder! 

Da wir noch keine Unterkunft auf Phi Phi hatten, ließen wir uns von einem Mitarbeiter an einen Tisch bringen, wo wir verschiedenste Unterkünfte in einem Katalog anschauten. Er telefonierte den Katalog kreuz und quer durch, führte sekundenlange, hektische Telefonate und blickte zwischendrin mit den Worten: "don´t worry" oder "keep calm" aufmunternd zu uns auf! Wir sind uns bis heute nicht sicher, ob er in allen Unterkünften anrief, oder uns nur davon abhalten wollte auf die Insel zu fahren, damit wir sein Angebot, eines Tagesausflugs auf jene Insel, annehmen. Uns wurde nun schon von mehreren Personen abgeraten ohne eine Unterkunft - und dann auch noch über Silvester, nach Ko Phi Phi zu fahren und unser mulmiges Gefühl, ohne ein Dach über dem Kopf dort anzukommen, wuchs. Dennoch lehnten wir sein vollkommen überteuertes Angebot eines Tagesausflugs freundlich ab, da unser Misstrauen gegen solche Geschäfte in den vergangenen Monaten sehr gewachsen ist. 

Nach und nach leerte sich die Wartehalle, bis wir und zwei weitere Reisende, die ebenfalls auf die Insel wollten, übrig blieben. Ein weiterer Mitarbeiter kam nun auf uns zu und als er erfuhr, dass wir anschließend nach Bangkok fahren werden, wurde uns sogleich ein weiteres Angebot für die Weiterreise gemacht! Mit der Hoffnung, solch ein Ticket an uns verkaufen zu können, wurdne wir aufgehalten in den Bus einzusteigen ( es würden gleich noch zwei weitere Gäste kommen, die ebenfalls zum Pier gebracht werden müssten). Henriette sah im letzten Moment einen der beiden weiteren Touristen uns kräftig aus dem Bus zuwinken, doch zu spät- da rollte der Bus schon vom Parkplatz und wir saßen allein in der Halle! 

Die zwei weiteren, angekündigten Reisegäste kamen natürlich nicht und in dem Moment, als der Verkäufer merkte, dass wir seine Tickets nicht kaufen würden, rollte auch das Auto, das uns zum Pier bringen sollte, davon. Wild winkend und rufend versuchten die Mitarbeiter ihren Kollegen zurückzurufen, doch er verschwand hinter der nächsten Kurve... Unser Zeitdruck wuchs - es blieben nun nur noch 20 Minuten, bis das Boot ablegen würde. Durch ein kurzes Telefonat kam der Mitarbeiter in seinem Auto jedoch zurück und brachte uns zum Pier! Erst als wir abgehetzt, aber glücklich, dass wir es geschafft hatten, im Boot saßen, fiel uns auf, wie skurril die Situation gewesen war... Mühen und Kosten wurden nicht gescheut uns privat zum Boot bringen zu lassen und das alles nur, um uns ein Ticket zu verkaufen! 

Auf Phi Phi verlief alles leichter als gedacht und angekündigt. Bereits nach fünf Minuten hatten wir eine Unterkunft für die erste Nacht. Obgleich diese etwas über unserem Budget lag, waren wir einfach nur froh ein Bett zu haben.

Am Abend trudelte dann auch Kai ein und wir begaben uns auf die Suche nach einer Unterkunft für die kommenden Tage. Für die Silvesternacht konnten wir jedoch nichts ausfindig machen. Der Satz. " ooohhh... Solly we aa fuuull!!" wurde nach diesem Abend in unser Repertoire der Lieblingssätze aufgenommen :) 

Wir bestaunten das rege Treiben am abendlichen Strand, bevor wir uns in unser 18- Bettzimmer begaben. Bei einer solchen Vielzahl an Betten und dazu noch im alkoholisierten Zustand, scheint es für manch einen nicht leicht zu sein, sein eigenes Bett zu finden und so bekam Luisa in dieser Nacht Besuch von einem Skandinavier. Zunächst machte er es sich quer, im hinteren Teil des Bettes bequem und Luisas Füße wanderten auf Kais Bett. Doch irgendwann schien sein Kopf immer in die Lücke zwischen den Betten zu rutschen und so packte er kurzer Hand Luisas Unterschenkel und schob sie an den Rand des Bettes. Dies ließ mich erwachen und auch Kai wurde von den Unruhen neben ihm geweckt. Er erkundigte sich, ob es okay sei, dass ein fremder, junger Mann in meinem Bett liege und vollkommen verwirrt schüttelte ich natürlich den Kopf! Nein, ich möchte natürlich keine sandigen Füße auf meinem Kissen haben und erst recht nicht diesen widerlichen Atem ins Gesicht gepustet bekommen! Mit Hilfe des gegenüberliegenden Quebécers wurde er nun in sein eigenes Bett verfrachtet. Jaa... mit solchen Begegnungen muss man in einem Dorm room rechnen, doch da wir nichts anderes fanden als ein weiteren, jedoch nur halb so teureren Schlafsaal, zogen wir am nächsten Morgen ein paar Straßen weiter. 

Um uns nun einen Überblick über die Insel zu verschaffen, stiegen wir zum Viewpoint hinauf. Eine doch recht schweißtreibende Angelegenheit in der Mittagssonne. Wir wurden belohnt mit einer Sicht über die beiden Hauptstrände der Insel, die sichelförmig aneinanderliegen und nur von einem schmalen Streifen Grün getrennt werden. Wir genossen die Aussicht und den WInd und machten uns anschließend auf den Weg bergab - direkt zum Strand.

Entspannt warteten wir nun darauf, dass es Abend wurde, gingen gemütlich Essen und statteten uns anschließend mit einer Strandmatte, etwas Feuerwerk, einer riesigen Laterne und etwas zu Trinken aus und brachen zum Strand auf.

Bis kurz vor Mitternacht genossen wir das rege Treiben am Strand und ließen unsere Laterne mit guten Wünschen und mit Hilfe vieler herbeieilender Kinder, in das neue Jahr steigen.

Im Indischen Ozean stehend, begrüßte unsere kleine Reisetruppe das neue Jahr.

Genau wie Weihnachten verbrachten wir auch Silvester zum ersten Mal alleine in der Fremde und ohne die Horde Freunde um uns herum. Doch das Feuerwerk zu Mitternacht mal bei Sommertemperaturen um die 28 Grad zu betrachten, ist auch was Besonderes.

Unser straffes Tagesprogramm begann erst wieder am 02. Januar mit einem Schnorchelausflug zu einer vorgelagerten Insel Ko Phi Phis. Im Gegensatz zum letzten Ausflug fuhren wir diesmal mit einem Longtailboot. Die Stationen waren ein Affenstrand, eine Vikingerhöhle, sowie der weltbekannte Maya Beach aus dem Film "The Beach".

Vom Schnorcheln selbst waren wir etwas enttäuscht, da nicht nur eine Taucherbrille undicht war, sondern es auch unter Wasser nur sehr wenig zu entdecken gab.

Auf dem Meer dümpelnd, betrachteten wir zum Schluss den Sonnenuntergang, der dem Ausflug einen wunderbaren Abschluss gab.

Da an diesem Abend die letzte Möglichkeit war, gemeinsam eine Thai-Massage zu genießen, machten wir uns auf die Suche nach einem seriös ausschauenden Laden. 

Etwas ominöse Clubs, wo Vorhänge das Geschehen im Inneren des Raumes verbergen, die Tür mit klirrenden Glöckchen versehen ist und davor sitzende Frauen zum Eintritt drängen, wie wir es täglich in unserer Straße sahen, wollten wir vermeiden :)

Letzendlich lagen wir alle drei nebeneinander auf der Matte und genossen mehr oder weniger die aus Drücken, Klopfen und Ziehen bestehende Massage.

Am nächsten Morgen hieß es nun voneinader Abschied nehmen. Nach einem letzten, gemeinsamen Frühstück brachten wir Kai zum Pier, von wo aus er sich Richtung Kuala Lampur aufmachte. Uns stand eine mit Schiff, Bus und Zug etwa 30-stündige Reise von Ko Phi Phi nach Chiang Mai bevor. Dort verbrachten wir zwei Nächte, bevor es heute dann weiter zu unserem letzten Projekt in Chiang Rai ging.

Wir sind nun in der "New Life Foundation" angekommen und warten nun dem ersten Arbeitstag gespannt entgegen.

Da die Internetverbindung hier sehr schlecht ist, kommen die Fotos hoffentlich morgen von anderer Stelle dazu.

01Januar
2014

Im Paradies der Similan Inseln

Von Ko Phayam aus ging es nun zur nächsten Station - KhaoLak.

Da wir noch keine Unterkunft hatten, machten wir uns nach dem Ankommen direkt auf den Weg nach drei freien Betten. Wir trafen eine Deutsche, die uns ein freies Bett in ihrem Zimmer anbot. Auf der Suche nach zwei weiteren Betten stießen wir auf zwei Hotelbesitzer, die uns mit ihrem Motorrad zu einem freien Zimmer in einem anderen Resort fuhren.

Nach den vergangenen Nächten im Zelt erschien uns dieses Zimmer äußerst luxuriös. Es lag etwas über unserem Budget aber da wir ansonsten kein anderes Zimmer gefunden hatten, nahmen wir es für eine Nacht.

Die anderen zwei Nächte verbrachten wir auf dem gleichen Gelände, allerdings zum halben Preis.

Am darauffolgenden Tag besorgten wir uns unsere Tickets für den kommenden Schnorcheltagesausflug zu den Similan Inseln. Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand und besichtigten das Tsunami-Denkmal. Es ist schon unheimlich wenn man sich vorstellt, dass dieses Polizeischiff mit der Flutwelle zwei Kilometer ins Landesinnere geschwemmt wurde. Wir haben durch dieses Denkmal eine Idee davon bekommen, was für enorme Ausmaße diese Welle hatte.

Pünktlich um 8 Uhr am nächsten Morgen wurden wir von einem Minivan zum Pier gebracht. Dort erwartete uns bereits unser Guide Finn. Nach einem kleinen Frühstück holten wir uns unsere Flossen ab und dann stiegen wir auch schon mit unserer Gruppe auf das Speedboot. Finn warnte uns davor, dass es beim Verlassen des Hafens und Übergang auf das offene Meer etwas welliger werden könnte. Etwas welliger ist gut gesagt... Die anderthalbstündige Fahrt war ein reines Schaukelparadies. 

Unser erster Halt war in einer türkisblauen Bucht, in die wir, ausgerüstet mit Schnorchelutensilien, vom Boot aus in die Fluten sprangen. Wir hatten uns es schön vorgestellt, doch was uns da unter Wasser empfing, beeindruckte uns vielmehr als erwartet. Wir paddelten am Riff entlang und schwammen Fischen in allen Farben hinterher. Nicht nur Nemo begegnete uns, sondern auch ein Trompetenfisch und zwei große Meeresschildkröten. Ein irres Gefühl, wenn solch ein großes Wassertier plötzlich auf einen zuschwimmt...

Weiter ging es nun zum Mittagessen auf der Hauptinsel des Similan Nationalparks und erkundeten den besonderen Felsberg. Von hier hatte man eine wunderbare Sicht auf die unglaubliche Natur. Den paradiesischen Anblick, den auch ihr nun auf den Fotos seht, einmal in echt gesehen zu haben, ist ein unglaubliches Erlebnis. Die Farbe des Wassers ist tatsächlich so türkisfarben, wie man es von Fotos kennt.

Es folgte ein weiterer Schnorchelhalt und nachdem wir auf einer weiteren traumhaften Insel einen Stopp eingelegt hatten, ging es die wellige Fahrt zurück nach Khao Lak. Während wir uns im vorderen Teil des Bootes mit einem deutschen Paar amüsierten, wurden im hinteren Teil bereits die Tüten ausgeteilt.

Vollkommen geschafft und mit einem dicken Sonnenbrand auf dem Rücken, da wir im Eifer vergessen hatten, dass beim Schnorcheln der Rücken die ganze Zeit an der Wasseroberfläche dümpelt, fielen wir am Abend in unsere Betten.

Der kommende Tag war schon wieder Reisetag. Für uns hieß es nun Richtung Ko Phi Phi, unseren letzten Stopp im Süden, aufzubrechen.

Unsere luxuriöse UnterkunftStrandtag in Khao Lak Das von der Tsunami-Welle 2004 ins Landesinnere geschwemmte Schiff Blick von unserem Speedboot

Landgang von unserem Boot

Auf dem Felsberg

28Dezember
2013

Ruhe und Besinnlichkeit - vereint auf einer kleinen Insel...

Etwas ängstlich bestiegen wir das Boot von Ko Samui nach Suratthani. Wir lasen in unserem Reiseführer, dass man sich besser mit Schwimmwesten ausgestattet, außerhalb des Schiffbauches, aufhalten solle. Denn bei dieser Schiffsgesellschaft sei es nur eine Frage der Zeit, bis ein Unglück geschehe.

Letzendlich war es jedoch nur sehr schaukelig.

Mit dem Bus sollten wir nun zum Pier gebracht werden, doch die Zeit schwand durchs Warten dahin und so wurde uns langsam bewusst, dass wir das Schiff nach Ko Phayam nicht mehr bekommen würden.

Wir waren nun gezwungen eine Nacht in Ranong zu bleiben und das erste Schiff am nächsten Morgen zu nehmen.

Der Nachtmarkt, wo wir geplant hatten zu essen, war bereits abgebaut und nur einige Müllsammler waren noch bei der Arbeit. Wild gestikulierend versuchten wir nun ihnen zu erklären, nach was wir Ausschau hielten. Und sie versuchten zu zeigen, dass sie uns mit einem motorisierten Dreirad zum nächsten Straßenstand fahren würden.

Eine Plane wurde für uns ausgelegt und wir quetschten uns zu viert, gemeinsam mit einem weiteren Deutschen, auf das tuckernde Gefährt. Eine skurrile Situation wie uns der ernst dreinschauende aber doch so freundliche Müllmann durch Ranong fuhr.

In dem noch einzig erleuchteten Straßenrestaurant hielten wir und aßen verschiedene Suppen. Anschließend erkundigten wir uns bei der Köchin nach einem Kiosk und da es zu Fuß zu weit sein sollte, saßen wir einige Sekunden später in ihrem Jeep. Mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit verließ sie ihren Laden und brachte uns zu unserem gewünschten Ziel.

An diesem Abend bekamen wir wieder verstärkt die Freundlichkeit der Thais zu spüren. Sich eine kleine Scheibe von dieser Hilfsbereitschaft und dem Bemühen zum Wohl anderer, abzuschneiden, sollte sich jeder zum Ziele machen.

Nach drei Stunden Schifffahrt legten wir am Pier Ko Phayams an. Da es auf der 8 km langen Insel keine Autos gibt, brachten uns Motorräder zu unserer Anlage.

Die folgenden fünf Tage verbrachten wir in einem Hauszelt, direkt am Strand.

Um die Insel näher zu erkunden, liehen wir uns für einen Tag Fahrräder aus.

Die meiste Zeit genossen wir jedoch am etwa 3 km langen Sandstrand. 

Wir alle drei verbrachten Weihnachten zum ersten Mal weit weg von zu Hause und sahen diesem Fest mit gemischten Gefühlen entgegen.

Nach einem ausgedehnten Frühstück am Heiligen Morgen machten Kai und Luisa eine Wanderung durch Kautschukplantagen, trafen auf ein kleines burmesisches Strand und gingen in einer einsamen kleinen Bucht schwimmen. Bei so viel neuen Eindrücken vergaß man für einen Moment, dass Weihnachten war. Henriette blieb währenddessen am Strand.

Nach einem abendlichen Bad im Meer bewunderten wir einen traumhaften Sonnenuntergang, bevor wir dann in unserem Strandrestaurant das Weihnachtsessen genossen.

Mit Kerzen, Plätzchen und kleinen Geschenken machten wir es uns am Strand gemütlich und ließen so den Heiligen Abend ausklingen.

Im Nachhinein können wir sagen, dass wir das Beste aus diesem besonderen Weihnachten gemacht haben und es uns bestimmt immer in Erinnerung bleiben wird.

Ko Phayam ist eine paradiesische, kleine Insel. Die Landschaft ist geprägt von Cashewnussbäumen und Kautschukplantagen. Es sind viele Familien und vor allem ein sehr alternatives Publikum unterwegs. Durch den Stefan Loose Reiseführer sind vor allem Deutsche auf dieser Insel, doch da dies hauptsächlich angenehme, ruhige Urlaubende sind, fällt es einem nicht negativ auf.

Trotz der vielen Besucher üben sich die Einheimischen in vornehmer Zurückhaltung.

Für Ruhesuchende ist diese Insel unbedingt zu empfehlen!

Nun geht es weiter nach Khao Lak...

Der Aufstieg zur suspekten Schiffsüberfahrt

Unser Hauszelt Sonnenuntergang ein paar Schritte von unserem Zelt entfernt

Ausblick am nächsten Morgen während des Frühstücks Ausflug mit dem Fahrrad zum Tempelpier Luisa und Kai machen sich zur Wanderung bereit... Unser weihnachtlicher Plätzchenteller Heiligabend am Sandstrand

23Dezember
2013

Ein kleiner visueller Nachtrag zum Liveticker auf Ko Samui

Erste Rast zum Frühstücken Wanderung zum WasserfallEine ganz schön schweißtreibende Angelegenheit Nathon-Strand Chaweng Strand Unser eigener Shuttle-Service

23Dezember
2013

24 Stunden Ko Samui - Liveticker

Um euch Lesern mal die Möglichkeit zu geben, in den Tagesablauf unserer kleinen Reisetruppe rein zu schnuppern, kamen wir eines Abends auf die Idee, doch mal  für einen Tag eine Art Liveticker zu schreiben, wie es z.b. dem begeisterten Sportfan bekannt sein sollte.. Hier also unsere Erlebnisse der vergangenen 24 Stunden auf Ko Samui:

8:00 - Aufbruch am Bungalow. Die Spannung steigt, kann Kai überhaupt "verkehrt herum" Auto fahren?

8:30 - Das Auto ist in unseren Besitz übergegangen. Für die nächsten 24 Stunden können wir uns nun voll kommen frei bewegen. Schnell noch die Wäsche abgegeben und losgefahren.

8:35 - Wie üblich ist der Tank leer, so endet der erste Versuch des Fahrens schon nach wenigen hundert Metern an der ersten Tankstelle.

8:55 - Kai hat sich mittlerweile mit dem Fahrzeug vertraut gemacht und findet das Fahren ist "der Hammer". Während Henriette immer noch versucht die richtige Position auf der doch recht engen Rückbank einzunehmen, macht sich Luisa mit der Straßenkarte vertraut.

9:26 - Frühstückspause zu Füßen eines Luxus Resorts mit fantastischer Aussicht. Wir stellen fest, dass unser kleines Gefährt nicht das Beste ist, um auch nur die geringste Steigung zu überwinden. Nachdem die Marmeladenbrote und die Sojamilch verzehrt sind, geht die Fahrt auch weiter.


10:21 - kurzer Stopp am Lip Noi Beach um die Aussicht auf die umliegenden Inseln zu genießen. Leider besticht der Strand vorwiegend mit einem Blick  auf die Betonmauern der anliegenden Resorts.

10:57 - ein Schild bringt unsere Fahrt erneut zum Stehen. Das Highlight bei einem recht unscheinbar wirkenden Tempel - ein mumifizierter Mönch. Zwar eine gruselige Vorstellung, aber muss man ja auch mal gesehen haben. In einem Glaskasten sehen wir den im Schneidersitz positionierten, vor 25 Jahren verstorbenen Mönch. Ihhh, wie ekelig er uns anstarrt.

11:44 - kurzer Stopp beim 7/11 um den Keksvorrat für die Wanderung zum Wasserfall aufzufrischen - das eigentliche Ziel unserer Fahrt.

11:54 - Ankunft am Wasserfall. Die Elefanten warten schon am Parkplatz, um den trägen Touristen an den Ort des Geschehens zu bringen. Wir entscheiden uns natürlich für die sportliche Variante und gehen zu Fuß.

12:15 - Der Aufstieg beginnt.

13:15 - Es ist schwieriger als gedacht. Der Schweiß läuft, das Ziel ist noch nicht in Sicht, auch die Wege werden immer unscheinbarer und verlieren sich zunehmens im dichten Geäst.

14:00 - Da der weitere Aufstieg wohl  keinen Sinn mehr hat, machen die zwei Damen kehrt, um sich etwas weiter unten an einem Pool niederzulassen. Kai treibt der Entdeckergeist weiter ins Dickicht, wo er, so die Angaben, einen wundervollen Wasserfall entdeckt, von dem er nach seiner Rückkehr mit Begeisterung berichtet.


15:07 - Der Abstieg beginnt.

15:12 - Endlich darf sich auch Luisa dank einer Unachtsamkeit während des Abstieges und einer recht unsanften Landung auf ihrem Popo, über die ersten Kratzer freuen.

16:15 - Während der Weiterfahrt machen wir uns erste Gedanken, wie die Überfahrt von  Ko Samui zu unserer Unterkunft über Weihnachten auf der Westseite Thailands, auf Ko Payam, ablaufen soll. Alle sind sich einig, dass dieses ständige Geplane doch irgendwie ziemlich anstrengend und kraftraubend ist. Bei all der Nachdenkerei bemerken wir nicht, dass wir in die falsche Richtung fahren und so plötzlich direkt am Strand stehen. Spontan wie wir sind, nutzen wir die Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang, zum Entspannen, und natürlich um ein paar Fotos zu machen.

18:04 - Letztendlich doch den richtigen Weg gefunden, sodass wir uns auch gleich auf die Suche für unser Ticket machen können.


18:28 - Ungewollterweise gelangen wir die Straße entlang direkt bis zu unserem Bungalow. Dies nutzen wir für eine kurze Verschnaufpause. Auch wenn der Plan war nur eben die Sachen aus dem Auto auszuladen, musste dann doch eben das Wlan genutzt werden um die neuesten whats app Nachrichten zu checken. Nach einer viertel Stunde konnten wir uns dann aber doch losreißen und uns auf die Suche begeben.

20:03 - Nachdem wir an drei verschiedenen "Touristen Informationen" nach Tickets gefragt hatten, welche uns natürlich alle unterschiedliche Preise und Ankunftszeiten nannten, buchen wir nun erfolgreich unsere Weiterfahrt. Auf die Erleichterung folgt auch schon die nächste Frage - "was nun?".

20:06 - Wir entscheiden uns in den nächst größeren Ort zu fahren, um dort auf dem Nachtmarkt zu dinieren.

20:25 - Am Markt angekommen, wählen wir uns von den verschiedenen Ständen allerlei Kleinigkeiten aus wie: Reis (natürlich), Hühnchen, Garnelen, Schwein und Maden. Ja ganz richtig, Maden. Auch für uns das erste mal das wir sowas versuchen. Eigentlich gar nicht so schlecht. Da sie gut gewürzt sind, wird der doch recht starke, mehlig, nussig-erdige Eigengeschmack etwas gelindert.

21:13 - Gut gesättigt und voller neuer Energie kommen wir nun etwas in Shopping Laune. Für rund 1,25€ konnte man hier eine vermeintlich gefälschte Ray Ban Sonnenbrille kaufen. Voller Übereifer schlägt Henriette gleich doppelt zu. Luisa geht leer aus.

21:35 - Als letzten Programmpunkt haben wir nun noch den Big Buddha auf unserer Inselumrundung abzuhaken. Leider endet der erste Versuch in der Haupteinkaufs- Restaurantstraße des Ortes.

21:47 - Zweiter Versuch. Durch eine unglückliche Fügung gelangen wir nach einigem Herumgekurve an genau der gleichen Stelle wie zuvor. Da es mal wieder Zeit für eine Pause ist, kauft sich jeder einen Stapel Postkarten ehe die Fahrt weiter geht.

22:18 - Dritter Versuch. Da wir schlau sind, denken wir uns, biegen wir dieses Mal in die andere Richtung ab, um von der Stadt weg zu kommen. Leider endet die Fahrt vor der Einfahrt zu unserem Bungalow, wie auch immer das geschehen konnte.

22:45 - Vierter Versuch. So schnell wollen wir nicht aufgeben. Wir machen also kehrt und versuchen es erneut. Dieses mal haben wir die Karte wohl richtig gelesen, nur leider die Einfahrt verpasst. Aber wir kommen der Sache näher.

23:07 - Letztendlich, und im fünften Anlauf, schaffen wir es dann doch endlich noch. Zu unserer Enttäuschung ist der Big Buddha leider nicht mehr angeleuchtet, sondern hüllt sich in Dunkelheit.

23:25 - Froh nun endlich auch diesen Buddha gesehen zu haben, kehren wir nach Hause, schon in freudiger Erwartung unserer Koffer, welche noch gepackt werden wollen.

1:16 - Endlich ist es vollbracht. Alle Sachen sind verstaut und wir können uns in unsere Betten fallen  lassen.

5:30 - Der Wecker klingelt. Nach nur 4 Stunden heißt es wieder aufstehen und auf den Weg machen zur Fähre. Da das Wasser erst ab 6 Uhr angestellt wird, nutzt Kai den Pool des Nachbarresorts für ein kurzes erfrischendes Bad bevor es dann los geht.

6:08 - Schnell die Koffer auf die Ladefläche und dann losgefahren. Um 200 Baht (5€) zu sparen, hebn wir den Mietwagen noch behalten um fahren damit zum Hafen.

6:35 - Nachdem Henriette und Luisa am Hafen abgeladen sind, macht sich Kai gleich wieder auf den Weg zurück, um das Auto abzuliefern. Die Tankanzeige neigt sich bereits gefährlich dem Nullpunkt.

6;53 - Mit dem letzten Tropfen Sprit erreicht Kai die Autovermietung. Die Dame, welcher das Auto gehört, nimmt es ohne ein Wort zu sagen entgegen, scheint kein besonderer Morgenmensch zu sein. Währenddessen kümmern sich die anderen zwei am Hafen beim 7/11 um die Verpflegung.

7:28 - Kai erreicht den Pier.

8:00 - Die Schifffahrt beginnt.


Das waren also 24 Stunden aus unserem Reise-"Alltag". Und der nächste Tag war genau so abenteuerlich. Man sieht also, es ist echt schwer wirklich alles zu erzählen, was einem so passiert, ganz zu schweigen davon, was man alles zu sehen bekommt.

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